Klavier

Geeignetes Einstiegsalter von etwa 5 Jahren

Das Klavier, auch Pianoforte (oder Fortepiano), kurz Piano, ist ein um 1700 entstandenes Musikinstrument. Es existiert in zwei Hauptformen als Flügel (englisch grand piano) oder Pianino (englisch upright piano); im Deutschen werden oft nur Pianinos im Unterschied zu Flügeln als Klavier bezeichnet. Der Flügel wurde im 19. Jahrhundert zum beliebtesten Konzertinstrument. Das Pianino wurde zum verbreitetsten Hausinstrument und ist es bis heute geblieben.[1]

Bezeichnungen  

Das Wort Klavier stammt vom lateinischen clavis „Schlüssel, Schloss“. Dieses Wort bezeichnete in der Musik bis etwa 1800 den festgelegten, mit einem Buchstaben (a bis g des lateinischen Alphabets) bezeichneten Ton eines Musikinstruments im Unterschied zum gesungenen Ton der menschlichen Stimme (vox). Davon ist die Bedeutung „Taste“ eines Tasteninstruments (Jean-Jacques Rousseau, Dictionnaire de musique 1768), davon wiederum die französische Bezeichnung clavier [klaˈvje] für ein Griffbrett, eine Tastatur oder Klaviatur von Instrumenten abgeleitet. Bis heute bezeichnet clavis auch den Notenschlüssel vor linear notierter Musik.

Bis etwa 1800 fasste der Begriff Clavier alle Tasteninstrumente unabhängig von der Art ihrer Klangerzeugung, also auch Orgeln („Windklaviere“), als gemeinsame Gruppe zusammen (Sebastian Virdung, 1511; Jakob Adlung, 1758).

Michael Praetorius (De organographica 1619) bezeichnete dagegen alle über eine Tastatur mechanisch zum Klingen gebrachten Saiteninstrumente, also Cembalo, Virginal, Spinett und Clavicytherium, als Clavichorde. Ab etwa 1730 bezeichnete dieser Begriff nur Saiteninstrumente mit einer Tangentenmechanik. Carl Philipp Emanuel Bach bezeichnete Spieler aller über Tasten gespielten Saiteninstrumente als Clavieristen (um 1760).

Das 1698 erfundene Hammerklavier wurde anfangs wegen seiner stufenlosen Anschlagsdynamik als „Pianoforte“ oder „Fortepiano“ (vom italienischen piano [ˈpi̯aːno] „leise“ und forte [ˈfɔrte] „laut“) vom Clavier, Clavecin oder Clavichord mit gezupften oder tangierten Saiten unterschieden (Gustav Schilling, Encyclopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften…, Band 4, 1838). Davon ist die besonders im Englischen verbreitete Kurzform Piano abgeleitet.

Seit etwa 1840 wurde Clavier – im Deutschen auch Klavier – der übliche Sammelbegriff für alle Pianofortes, also Pianinos und Flügel mit Hammermechanik, die damals die herkömmlichen Tasteninstrumente verdrängten. Das Cembalo, dessen Bauweise ab 1880 modernisiert wurde, wurde weiterhin auch Kielklavier genannt.[2]

Der Musikhistoriker Friedrich Wilhelm Riedel verlangte 1960, wie in Alter Musik wieder alle Tasteninstrumente als Clavier (in dieser Schreibweise) zu bezeichnen; dies setzte sich jedoch nicht durch.[3]

Seit der Erfindung von Tasteninstrumenten mit elektrischer und/oder elektronischer Klangerzeugung (Keyboards) wird das Wort Klavier meist für Instrumente mit akustisch-mechanischer Bauweise reserviert, oft zusätzlich eingeengt auf jene mit vertikaler Besaitung im Unterschied zum Flügel mit horizontaler Besaitung. Das Wort Piano dagegen umfasst auch die Keyboards sowie das Digitalpiano: Dieses ist ein elektronisches Piano, das mittels gewichteter Tastaturen und elektronisch abrufbarer Samples versucht, Klang und Anschlaggefühl eines akustisch-mechanischen Klaviers nachzuahmen.

Aufbau  

Bestandteile  

Flügel und Pianinos haben alle wesentlichen Bauteile gemeinsam:

  • ein Gehäuse mit einer Balkenkonstruktion, Verstrebungen und Rasten aus Holz (Korpus),
  • ein darauf geleimter Resonanzboden aus Holz, der Stimmstock,
  • eine auf den Stimmstock geschraubte Gusseisenplatte mit eingeschraubten Wirbeln aus Metall, an denen die Saitenenden aufgewickelt sind,
  • Saiten aus Gussstahldraht, je eine umwickelte für die tiefsten 13 Tasten, je zwei ab der 14. Taste von unten (B), je drei ab der 29. Taste (Cis/Des),
  • eine Klaviermechanik, bestehend aus einem diffizilen Spielwerk von Tasten, Federn, Hämmern, Zungen, Stößeln und Dämpfern, die beim Tastendruck den Klang erzeugen,
  • eine dazugehörige Klaviatur von regulär 88 Tasten,
  • zwei bis drei Pedale.

Klaviatur  

Ausschnitt einer Klaviatur mit zwölf bezeichneten Tasten

Die Klaviatur von Pianinos, Flügeln und den meisten Digitalpianos besteht üblicherweise aus 88 Tasten, davon 52 weißen, die eine gerade geschlossene Vorderkante bilden, und 36 schwarzen, die etwas zurückgesetzt, erhöht, angeschrägt und schmaler zwischen den nach hinten verengten weißen Tasten platziert sind. Das Deckmaterial für weiße Klaviertasten war früher oft Elfenbein und wurde wegen der drohenden Ausrottung der Elefanten seit 1945 mehr und mehr durch Kunststoff ersetzt. Das Deckmaterial schwarzer Tasten war früher oft und ist manchmal heute noch aus Ebenholz. Die normierte Tastenbreite ergibt eine Gesamtbreite der Klaviatur von in der Regel 123 cm, mit Randflächen und Gehäuse 135 cm. Die Oberkante einer weißen Taste befindet sich regulär 74 cm über dem Boden.

Sieben weiße und fünf schwarze Tasten, letztere gruppiert in je zwei und drei benachbarte, bilden zusammen eine in zwölf Halbtonschritte unterteilte Oktave. Dabei werden die Töne der sieben weißen Tasten international von unten (links vom Spieler aus) nach oben (rechts) mit den Buchstaben a, b (deutsch h), c, d, e, f und g bezeichnet. So heißen die Stammtöne einer diatonischen Tonleiter: ausgehend vom tiefsten Klavierton a-Moll, ausgehend von der dritten weißen Taste von unten C-Dur.

Die fünf schwarzen Tasten dazwischen werden entweder als Erhöhung des jeweiligen linken Nachbartons aufgefasst und dann im Deutschen als a-is, cis, dis, fis und gis bezeichnet, oder sie werden als Erniedrigung des rechten Nachbartons aufgefasst und dann als as, ges, es, des und b (englisch b flat) bezeichnet. Die Klaviatur spiegelt also das europäische diatonische Tonsystem, bei dem C-Dur bzw. a-Moll als Ausgangstonart festgelegt und die übrigen Tonarten davon abgeleitet sind.

Die Tasten jeder Oktave sind auf dieselbe Weise in derselben Folge angeordnet: So ist jeder gleichnamige Ton in jeder Oktave leicht wieder auffindbar. Eine c-Taste ist daher immer links neben der Zweiergruppe der schwarzen Tasten zu finden, so auch in ungefährer Mitte der Klaviatur. Zudem erlaubt die Anordnung den Fingern des Spielers, verschiedene Tonleitern zu spielen: Greifen sie erhöhte schwarze Tasten, so kann der Daumen leichter darunter seitlich bewegt werden, so dass die Hand durch den Daumenuntersatz nach oben, den Fingerübersatz nach unten über die gesamte Tastatur laufen kann.

Pedale  

Pianinos haben heute in der Regel zwei, Flügel drei Pedale, deren Bedienung den Klang auf verschiedene Weise beeinflusst.

Das rechte Pedal, auch „Fortepedal“ (von ital. forte für „kräftig“) oder „Dämpferaufhebung“ genannt, hebt alle Dämpfer von den Saiten ab, so dass die angeschlagenen Töne auch nach dem Loslassen ihrer Tasten so lange weiterklingen, bis dieses Pedal losgelassen wird. Außerdem schwingen alle übrigen nun ungedämpften Saiten mit, so dass der Gesamtklang voller wird.

Dieses Pedal wird mit der Spielanweisung senza sordine oder – grammatisch falsch – senza sordini (ital. für „ohne Dämpfer“) verlangt. Es wird verschieden verwendet, etwa als Harmoniepedal (Sammelpedal) für bestimmte Klangeffekte oder als Legato-Pedal zum Binden bestimmter Ton- oder Akkordfolgen. Es kann halb oder ganz, vor, gleichzeitig mit oder nach dem Tastenanschlag getreten werden.[4]

Das linke Pedal wird auch „Pianopedal“ (von ital. piano für „leise“) genannt. Beim Pianino bewegt es die Hämmer ein Stück näher an die Saiten heran, so dass sie diese mit weniger Kraft treffen und folglich leisere Töne erzeugen. Beim Flügel verschiebt es die gesamte Mechanik einige Millimeter seitlich nach links, so dass die Hämmer nur noch eine Saite pro Taste treffen können. Auf diesen Vorgang bezieht sich die Spielanweisung una corda (ital. für „eine Saite“), die allgemein das Bedienen des linken Pedals verlangt.

Auch dieses Pedal wird nicht nur zum Spielen besonders leiser Passagen, sondern auch für klangliche Effekte verwendet, da es beim Flügel die Klangfarbe insgesamt deutlich verändert: Durch die Verschiebung vermehren sich die nicht angeschlagenen Saiten, die nun indirekt mitschwingen können, und es treffen andere und vom Klavierstimmer anders intonierte Flächen des Hammerfilzes auf die Saiten als sonst. Zwar ist der Sofortklang dadurch schwächer, aber der Nachklang dauert länger, da der Saitenchor als System gekoppelter Pendel seine Energie relativ langsam abgibt. Der Hersteller Fazioli bietet daher ein Flügelmodell mit zwei Pianopedalen an, die dem Pianisten die Wahl zwischen Verschiebung (anderer Klang) und Heranrücken der Hämmer (Anschlag mit weniger Kraft) ermöglicht.

Ein mittleres Pedal ist nur bei Flügeln regulär vorhanden und ist dort immer ein „Tonhalte-Pedal“ (ital. Sostenuto): Es hindert bereits angehobene Dämpfer angeschlagener Saiten am Zurückfallen und bewirkt so, dass diese Töne länger als andere klingen und sich aus normal abgedämpften oder auch mit rechtem und/oder linkem Pedal gespielten Tönen hervorheben. Es wird entsprechend seiner späteren Erfindung (nach 1850) in Kompositionen relativ selten verlangt.

Bei Pianinos mit einem zusätzlichen mittleren Pedal handelt es sich um einen „Moderator“, der einen Filzstreifen über die gesamte Breite zwischen Hämmer und Saiten schiebt und so Lautstärke und Brillianz des Klanges deutlich verringert. Der Moderator wird bei manchen Pianinos statt über ein Pedal über einen Schiebeknopf oder drehbaren Hebel links neben oder unter der Klaviatur betätigt. In den 1960er Jahren versahen einige Hersteller den Filzstreifen mit Nieten, die dem Klavier einen klimpernden, Cembalo-ähnlichen Klang verliehen. Da sie aber Saiten und Hammerköpfe leicht beschädigten, haben sie sich nicht durchgesetzt.

Ein moderner Flügel

Besonderheiten des Flügels  

Ein Flügel steht, wie ein Cembalo, frei im Raum. Raste, Resonanzboden und Besaitung sind horizontal, parallel zum Boden, angeordnet. Der Klang strahlt daher vom Resonanzboden überwiegend nach unten und oben ab. Unten wird er vom Fußboden reflektiert und verteilt, oben entweder vom geschlossenen Deckel gedämpft oder vom geöffneten Deckel gebündelt zur Seite hin abgestrahlt.

Ein Tastendruck führt zu einer Aufwärtsbewegung des hinteren Teils der Tastenwippe. Beim Flügel wird dadurch der Hammer nach oben an die Saite geschleudert. Das Gewicht des Hammers ist direkt an der Taste spürbar und ermöglicht eine differenzierte Klanggestaltung. Durch ihre horizontale Lagerung wird das Zurückschnellen der Hämmer von der Saite durch die natürliche Schwerkraft unterstützt. Die Repetitionsfähigkeit eines Flügels, also die Geschwindigkeit, mit der ein und derselbe Ton mehrfach hintereinander angeschlagen werden kann, ist daher stärker ausgeprägt als bei einem Pianino.

Manche Konzertflügel, etwa der „Imperial“ von Bösendorfer, haben eine auf bis zu acht Oktaven Tonumfang (C2 bis c5) erweiterte Klaviatur.

Geschichte  

Ludwig Emil Grimm: Mann am Klavier, 1826

Besaitete Tasteninstrumente werden historisch auf das Monochord zurückgeführt. Mehrere Monochorde entwickelten sich zur beidhändig gespielten Floß- oder Röhren-Zither weiter. Daraus entstanden in der Antike einerseits mit Tasten gespielte Orgeln, andererseits verschiedene gezupfte, geschlagene oder gestrichene Saiteninstrumente, darunter das Psalterium.

Das Organistrum aus dem 12. Jahrhundert – eine Drehleier mit durch Tangententasten veränderbaren Saitenlängen – gilt als Zwischenglied der Entstehung besaiteter Tasteninstrumente. 1397 erwähnt ein Jurist in Padua erstmals ein mit Tasten bedientes Psalterium. 1404 erwähnten die Minneregeln des Eberhard von Cersne erstmals ein clavicordium und clavicymbolum. 1425 erschien ein solches Instrument auf einem Altarbild in Minden, 1440 beschrieb Arnaut Henri de Zwolle diese neue Instrumentengattung in einem Traktat, darunter auch ein mit einer Hammermechanik bedientes, dem Hackbrett verwandtes Dulce melos.

Die vom Psalterium abstammenden Instrumente Cembalo, Clavicytherium, Spinett und Virginal erzeugen den Ton durch Anreißen der Saite mit einem hinten auf der Taste befestigten Kiel (Plektrum). Demgegenüber erzeugen die ältesten vom Mono- bzw. Polychord abstammenden Clavichorde den Saitenton durch eine fest mit der Taste verbundene Tangente, die die Saite anschlägt und dabei in einen schwingenden und stummen Teil unterteilt. Clavichorde mit einer komplexeren Hammermechanik wurden vor 1700 sehr selten und nur in Italien gebaut; sie blieben in Deutschland bis 1725 unbekannt.

Der barocke und frühklassische „empfindsame Stil“ verlangte eine dynamische, von laut nach leise und umgekehrt stufenlos variierbare Spielweise. 1698 baute der Instrumentenbauer Bartolomeo Cristofori aus Padua laut dem Inventar der Musikinstrumente am Hof seines Königs von 1700 „ein Cembalo, das laut und leise spielen kann“. Ein Artikel des Giornale dei letterati d’Italia beschrieb es 1711 als „Cembalo mit leise und laut“. Es gilt als das erste Pianoforte (Hammerklavier) und hatte wahrscheinlich eine Stoßmechanik. Daraus entwickelte Cristofori bis 1720 die Stoßzungenmechanik, bei der eine bewegliche, einstellbare Stoßzunge den Hammer gegen die Saite schleudert und ein Fänger sein Zurückfallen auf die Saite verhindert. Seine noch erhaltenen drei Hammerklaviere hatten auch Dämpfer und zwei Saiten pro Taste, eines davon (1722) auch den una corda-Mechanismus. Eine genaue Zeichnung und Beschreibung ihrer Mechanik von 1725 regte den sächsischen Orgel- und Cembalobauer Gottfried Silbermann zu einem ersten Nachbau an. Diesen verbesserte er bis 1747 so weit, dass Johann Sebastian Bach ihn vollständig guthieß.

Seit 1763 wurden vor allem in England Tafelklaviere mit Stoßzungenmechanik und belederten Holzhämmern ohne Dämpfer gebaut. Der Londoner Klavierbauer John Broadwood verbesserte diese Mechanik 1771 und baute sie seit 1782 auch in Flügel ein. Seine Firma produzierte um 1800 allein etwa 400 Tafelklaviere im Jahr, während deutsche Klavierbauer insgesamt damals etwa 40 Instrumente jährlich bauten.

1775 ersetzte Johann Andreas Stein die bisherige statische Prell-Leiste für die Hämmer durch einzeln bewegliche Zungen und erfand so die „Wiener Prellzungenmechanik“, die die damit ausgerüsteten Tafelklaviere modulationsfähiger und klangvoller machte. Seit 1820 setzte sich jedoch die Stoßzungenmechanik durch, da sie für größere und demgemäß schwerere Hammerköpfe besser geeignet war. 1826 erfand Sébastien Érard auf ihrer Basis die Repetitionsmechanik, die eine rasche Anschlagfolge und damit virtuoses schnelles Spiel ermöglicht. Sie wurde von Henri Herz bis 1850 so weit verfeinert, dass sie bis heute kaum noch verändert wurde.

Bis 1800 hatte sich die von Cristofori verwendete Tangentendämpfung zur Oberdämpfung entwickelt und gegenüber der Unterdämpfung allgemein durchgesetzt. Ab 1824 wurden Klaviersaiten aus stärker belastbarem Gussstahl hergestellt. Ab 1826 erhielten die Hammerköpfe einen Filzbelag. Der 1830 erfundene kreuzsaitige Bezug erlaubte die Anordnung der Saiten in zwei diagonal übereinander verlaufenden Gruppen. Dies brachte Vorteile für die Statik des Instruments und ermöglichte längere Saiten auch in kürzeren bzw. niedrigeren Instrumenten.

Von 1750 bis 1850 wuchs die Klaviatur von fünf auf siebeneinhalb Oktaven an. Der Trend zu größerer Lautstärke und größerem Tonumfang verlangte mehr und dickere Saiten, deren enorme Zugkraft erst mit zusätzlichen Verstrebungen, ab 1799 durch Eisenspreizen aufgefangen wurde. Daraus entwickelte sich bis 1831 der eiserne Gussrahmen, dessen bis heute übliche Form sich die Firma Steinway & Sons 1859 patentieren ließ.

Seit 1770 wurden auch die ersten aufrecht stehenden Hammerklaviere in verschiedenen Formen gebaut, darunter Giraffenklavier, Harfenklavier, Lyraflügel, Pyramidenklavier und Schrankklavier. Sie hatten oft Kniehebel für besondere Klangeffekte, etwa Pantaleonzug (Dämpferaufhebung), Moderator (Filztuchstreifen), Fagottzug (gegen die Saiten gedrückte Pergamentrolle), Harfenzug (Bürsten- oder Tuchfransenleiste), Lautenzug (mit Leder bespannte Leiste) und Janitscharenzug (Schlagwerk mit Pauke, Glocken bzw. Schellen).

1811 baute Robert Wornum das erste aufrecht stehende Klavier in rechteckiger Kastenform, genannt Cottage Piano, und entwickelte es bis 1826 zum Piccolo Piano weiter. Jean-Henri Pape baute 1826 ein nur ein Meter hohes Pianino mit kreuzsaitigem Bezug. Diese Bauweise löste die material- und platzaufwendigeren Tafelklaviere bis 1850 ab. Ab 1870 lösten Pedale zur Dämpferaufhebung (rechts) und Saitenverschiebung (links) die bis dahin üblichen Kniehebel ab.

Die Bauelemente heutiger Klaviere waren bis 1900 alle voll entwickelt und wurden durch fabrikmäßige Massenproduktion standardisiert. Das Klavier wurde international zum mit Abstand beliebtesten Hausinstrument des Bürgertums.
zurück

 


News & events

Mittwoch, 25. Mai 2016

Sommerkonzert_2016

mehr...

Sonntag, 29. November 2015

Weihnachtsgeschenk

Jedem Musikinteressierten, ob Kind oder Erwachsene/r, bieten wir einen Weihnachtsgutschein an.

Dieser beinhaltet 4 Termine à 30 Minuten Einzelunterricht im Wert von 80€ für nur 65€.

little violinist

mehr...